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Montag
Apr062009

Eureka Mignon MCI - Feineinstellung

Ja, es ist eine schöne Mühle mit besonderem Charme, die Eureka Mignon, und eine professionelle Mühle noch dazu. Sie ist klein und leise, ordentlich verarbeitet, sie besitzt eine Direktmahlung, harmoniert optisch mit vielen Espressomaschinen, es gibt sie in verschiedenen Farben, mit zuschaltbarem Timer - kurzum sie ist die perfekte Ergänzung zu diversen Haushaltsespressomaschinen unterschiedlicher Hersteller.

Selbst in Italien wird sie in der Gastronomie als Zweitmühle eingesetzt, z.B. für besondere Kaffeesorten, oder Decaf Espresso. Wir nutzen sie, wie einige andere Cafés auch, für die Zubereitung von Single Origins beim Filterkaffee, in der French Press und der Walküre - oder aber für unterwegs, bzw. kleineren Veranstaltungen, ausser Haus. Schliesslich kann man auf der Stellfläche, die eine Elektra Nino benötigt, gut und gerne 2 Eureka Mühlen stellen und hat somit 2 unterschiedliche Sorten Kaffee zur Verfügung bei deutlich weniger Gewicht. Das Mahlergebnis ist darüber hinaus wirklich gut und erfüllt gehobene Ansprüche und Gaumen.

Doch nun wollen wir langsam auf den Punkt kommen...Ein kleiner Knackpunkt ist und bleibt die Einstellung des Mahlgrades. Nicht, dass es schwierig wäre, oder umständlich. Man sollte lediglich einige Dinge beachten:

Die Eureka besitzt zwar eine Markierung, doch keine Begrenzung der Mahlgradeinstellung - weder in Richtung grob - grosso , noch in Richtung fein - fine. Also tappen wir erst einmal mit unserer neuen Mühle im Dunkel, was "Den Richtigen Mahlgrad" betrifft. Doch es ist alles ganz einfach. Sie müssen nur ersteinmal den absoluten Nullpunkt finden - den Punkt, an dem die Mahlscheiben zusammenkommen. Hierfür gehen Sie wie folgt vor:

  • Nehmen Sie den Bohnenbehälter bei gezogenem Netzstecker ab, die Mahlscheiben werden dann sichtbar
  • Greifen Sie mit Daumen und Zeigefinger an den Mittelpunkt der Mahlscheiben und drehen Sie die kleine Messingwelle leicht vor und zurück
  • Beginnen Sie damit das linke vordere Rad für die Feineinstellung in Richtung FINE zu drehen, während sie weiterhin die Welle zwischen den Fingern bewegen
  • Schnell werden Sie feststellen, dass die gehärteten Mahlscheiben aus Stahl sich gegeneinander bewegen und sich nicht mehr bewegen lassen. 
  • Dies ist nun der absolute Nullpunkt der Mühle, den Sie bei laufendem Gerät nicht erreichen sollten. 
  • Orientieren Sie sich dabei an der vorderen, linken Ecke der Mühle und drehen Sie nun etwa das Rad 2-3 Schritte in Richtung GROSSO - also z.B. von 5 auf 2
  • Setzen Sie den Behälter wieder auf, füllen Sie Bohnen ein und beginnen Sie bei diesem Punkt mit dem Finetuning für den Mahlgrad
  • Bitte beachten Sie, dass die Mühle erst ein wenig eingemahlen werden muss, damit Sie ihre besten Ergebnisse erreicht
  • Beachten Sie auch, dass jede Kaffeesorte einen ganz anderen Mahlgrad haben kann und dass eine Espressomühle, je nach Beanspruchung und Bohnensorte - mehr oder weniger häufig, auch gereinigt werden sollte. 

Noch eines...die Eureka ist und bleibt eine kleine, feine Mühle. Sie besitzt 50mm Mahlscheiben und einen kräftigen und zuverlässigen Motor mit Überhitzungsschutz, doch eines sollten Sie vermeiden: Stellen Sie niemals von einem groben Mahlgrad - z.B. für die French Press, sofort auf einen extra feinen Mahlgrad für die Espressomaschine, die Bohnen könnten so einklemmen. Stellen Sie sicher dass, das innere Volumen um die Scheiben herum leer ist (Metallschieber im Bohnenbehälter benutzen) und verändern Sie dann erst den Mahlgrad grosszügig in Richtung FINE. Thats it!